Wie man neu anfängt ohne „Neu“ zu sein
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Seit letztem Jahr stehen da zwei neue Gesichter auf der Bühne.
Und ganz ehrlich: Es fühlt sich kein bisschen „neu“ an, sondern einfach richtig.
Wir, Henrik und Luca, durften mit Chris und Domi schon 2025 die letzten Shows der Digital Dreams-Ära spielen. Und was sollen wir sagen? Es hat einfach nur gescheppert 🔥
🎸 HENRIK - vom Fan zum festen Mitglied


Ich kannte die Band schon lange, bevor ich selbst Teil davon wurde. Seit 2020 lief „Home Alone“ bei mir rauf und runter. Damals dachte ich mir noch: „Boah, dieses Level kann ich doch niemals spielen und gleichzeitig performen. Niemals.“ Jo, jetzt steh ich genau da.
Über Dario, dem ehemaligen Drummer, kam der Kontakt mit der Band zustande. Wir kennen uns schon seit Jahren. Dario war es auch, der mich ins Spiel brachte, wenn Gordy, der ehemalige Gitarrist, mal nicht auftreten konnte. Ich bin dann öfter für ihn eingesprungen und aus „mal aushelfen“ wurde irgendwann ein fester Platz.
Meine erste Show mit der Band war im Mai 2024 in Saarbrücken. Ich war brutal nervös. Viel Tapping, viel Technik. Das Zeug ist nicht gerade nur Fortgeschrittenen-Level. Aber als es dann losging, war einfach nur noch Bock da. Und genau dieses Gefühl hat sich seitdem durchgezogen.
Und ja, ein kleiner Traum war es schon immer, hier zu spielen. Dass es letzten Endes über zehn Ecken und Zufälle wirklich passiert ist, fühlt sich für mich immer noch ein bisschen unwirklich an, ist aber auch mega cool.
🥁 LUCA – verewigt seit dem allerersten Gig
Ich bin komplett stumpf in die Band reingerutscht. Echt crazy, als jüngstes Mitglied und Musikstudent einfach mal direkt ins kalte Wasser gesprungen und gemeinsam die Bühnen abgerissen.
Ein ehemaliger Kollege schickte mir damals den Post weiter, dass Dario aufhört und ich dachte mir nur „Ja gut, probierste halt. Warum nicht?“. Also war die Bewerbung raus und fertig. Bei meiner Audition dachte ich wirklich, ich hätte komplett verkackt. Alle anderen waren aber begeistert. Manchmal ist man selbst einfach sein größter Kritiker.
Ein paar Monate später hatte ich dann mit der Band meinen ersten Auftritt - by the way: meinen allerersten Gig überhaupt, und dann direkt das Raptor Festival! Kein kleiner Club, kein Warm-up, einfach aufs Festival! Als Chris auf der Bühne dann noch announced hat, dass es mein allererster Auftritt ist, war die Reaktion von der Crowd komplett wild. Ich wusste nicht mal, wie sich ein erster Gig anfühlt und dann sowas. Dieses Gefühl werde ich nie vergessen. Ich hab mir davon sogar ein Tattoo stechen lassen. Kann man schon mal machen.
Lieblingssongs, Hassstellen und Gym-Playlist
Natürlich gibt es für uns beide Songs, die einen mehr fordern als andere.
Henrik: Ich schwitze z.B. viel bei „Aporia“ wegen dem ganzen Tapping und der hohen Konzentration. Aber gleichzeitig ist es auch mein Favorite. Der läuft sogar in meiner Gym-Playlist.

Luca: Ich kämpfe oft mit „Differentiate“. Das Intro ist für mich teilweise ekelhaft zu spielen und dann dieser Wechsel von straighten 16tel zu Sextolen-Chugs… Nicht ohne, aber trotzdem machbar. Mein Favorite ist „Meant To Be“. Dieser 5-gegen-4-Polyrhythmus im Intro ist einfach sau nice. Sind anspruchsvolle Parts drinnen aber auch ein Chorus, bei dem man als Drummer einfach mal Emotionen rauslassen kann und das lieb ich total!
Neues Kapitel, neue Songs, neues Level
Und jetzt steht der erste gemeinsame Song-Release an. Die Stimmung:
Eine Mischung aus Hype und Respekt ❤️🔥
Henrik: Ich kenne die neuen Songs schon lange aus dem Demo-Status. Zum Songwriting selbst hab ich zum Zeitpunkt meines Beitritts leider nichts Großes beigetragen können, das lag aber auch einfach am Timing. Für mich ist es immer wieder besonders zu hören, wie aus einer Idee ein fertiger Track wird. Ich bin einfach hyped und freue mich auf Feedback unserer Fans und darauf, wieder erfolgreiche Shows auch mit neuen Songs zu spielen. Für mich bedeutet Erfolg nicht Geld, sondern Aufmerksamkeit, Anfragen und mit der Band unterwegs sein zu dürfen.
Luca: Ich bin ehrlich ein bisschen nervös. Vor mir wurden schon starke Drum-Parts geschrieben. Dem will ich natürlich gerecht werden, bringe aber auch mehr von meinem eigenen Stil rein. Die neuen Songs gehen teilweise genau in diese Richtung. Komplexe Parts, Stellen, wo es ein bisschen proggy wird oder man sich als Drummer voll austoben kann - da steh ich voll drauf! Meine Definition von Erfolg? Triple Platin minimum, sonst steig ich aus … Spaß! 😏 Mir geht es darum, Emotionen zu transportieren. Wenn Leute unsere Songs hören und für ein paar Minuten abschalten können, dann ist das für mich schon Erfolg.

Die ersten Shows zusammen sind gespielt. Neue Energie ist da und auch neue Songs und Gigs stehen in den Startlöchern. Wir freuen uns brutal auf alles, was kommt!
Wer Torrential Rain kennt, kennt früher oder später auch Hagebuddne.
Was das genau bedeutet? Findet es raus.
Das hier ist erst der Anfang 😎


